﻿{"id":5704,"date":"2023-06-01T08:28:30","date_gmt":"2023-06-01T07:28:30","guid":{"rendered":"https:\/\/www.generation-luzifer.de\/?p=5704"},"modified":"2023-06-01T08:39:05","modified_gmt":"2023-06-01T07:39:05","slug":"stellungnahme-zu-den-geschehnissen-beim-heimspiel-gegen-fortuna-duesseldorf","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.generation-luzifer.de\/?p=5704","title":{"rendered":"Stellungnahme zu den Geschehnissen beim Heimspiel gegen Fortuna D\u00fcsseldorf"},"content":{"rendered":"<p>Nach einer sportlich gelungenen Saison und dem daraus resultierenden Klassenerhalt gastierte Fortuna D\u00fcsseldorf am Sonntag im Fritz-Walter-Stadion. Die Partie brachte keinerlei Brisanz mit sich, da weder sportliche Entscheidungen anstanden noch eine Feindschaft zwischen den beiden Fanlagern herrscht. Dennoch stellte dieser Saisonabschluss einen neuen Tiefpunkt in der Arbeit der Polizei rund um die Heimspiele des 1. FC Kaiserslautern dar.<\/p>\n<p>Schon seit L\u00e4ngerem und verst\u00e4rkt in dieser Saison f\u00e4llt die Polizei in Kaiserslautern negativ mit nicht nachvollziehbaren Konzepten f\u00fcr alle Stadionbesucher auf. Dabei sind vor allem An- und Abreisewege der Heim- und G\u00e4stefans v\u00f6llig unverst\u00e4ndlich organisiert. So entbehrt es beispielsweise nicht erst seit Sonntag jeglicher kausaler Logik, dass mehrere tausend FCK-Fans wegen ein paar hundert Fortunen jede Menge Wartezeit am 11-Freunde Kreisel aufbringen m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Genannte Kreiselsperrungen, die jeweils vor und nach den Spielen zu Gunsten der via Zug anreisenden G\u00e4stefans stattfinden, sorgen grunds\u00e4tzlich daf\u00fcr, dass viele FCK-Fans sich f\u00fchlen, als w\u00e4ren sie in Kaiserslautern bei einem Ausw\u00e4rtsspiel zu Gast. Besonders \u00e4rgerlich ist hierbei der Umstand, dass die Zeiten dieser Sperrungen \u2013 sofern sie \u00fcberhaupt kommuniziert werden \u2013 oftmals seitens der Polizei nicht eingehalten oder spontan ausgedehnt werden. Dies f\u00fchrte besonders im Falle des Abendspiels gegen den HSV zu vielen Problemen f\u00fcr FCK-Fans, die wegen der \u00fcberzogenen Sperrung die letzten Zugverbindungen gen Heimat nicht mehr erreichen konnten. Selbst ein vorzeitiges Verlassen des Stadions garantiert nicht, dass man sich nach dem Spiel nicht doch in einem R\u00fcckstau zwischen tausenden weiterer FCK-Fans befindet, die sich in der Stra\u00dfe \u201cZum Betzenberg\u201d ansammeln. Gerade an hei\u00dfen Tagen oder bei Regen eine miserable Situation, die auch aus Sicherheitsaspekten nicht sinnvoll sein kann, wenn selbst Rettungswagen Probleme haben, durch die Massen von Fans zu kommen. Zus\u00e4tzlich ist es in diesem Zusammenhang nicht nachvollziehbar, dass Abmarschwege durch Einheiten oder Einsatzfahrzeuge k\u00fcnstlich verkleinert werden und weitere Nadel\u00f6hre auf den ohnehin schon \u00fcberschaubaren M\u00f6glichkeiten rund um das Fritz-Walter-Stadion geschaffen werden. Ganz generell ist die \u00fcberm\u00e4\u00dfige Pr\u00e4senz der Polizei bei v\u00f6llig harmlosen Spielen ohne Brisanz zwischen den Fanlagern ein Umstand, der absurder nicht sein k\u00f6nnte \u2013 vor allem, wenn man sich die populistischen Klagen der Polizeigewerkschaften nach Arbeits\u00fcberlastungen zu Gem\u00fcte f\u00fchrt.<\/p>\n<p>So werden regelm\u00e4\u00dfig nicht existierende Bedrohungsszenarien heraufbeschworen, sodass man sich als Stadionbesucher am Spieltag teilweise wie in einer innerl\u00e4ndischen Milit\u00e4r\u00fcbung f\u00fchlt. Ausgerufene Risikospiele gegen N\u00fcrnberg und Magdeburg, ein Wasserwerfer gegen Rostock sowie Helikopter und Drohnen gegen D\u00fcsseldorf sind dabei nur Einzelbeispiele. Dazu teils verh\u00e4ngte Alkoholverbote und bis zuletzt ein v\u00f6llig \u00fcberzogener Pufferblock im Stadion zeigen deutlich, dass die Einsatzleitung in Person von Ralf Klein nicht gewillt ist, auf andere Einsch\u00e4tzungen mit mehr Expertise (beispielsweise durch Vertreter des FCK) zu h\u00f6ren und agiert wohl einfach nach dem Motto: \u201cViel hilft viel\u201d.<\/p>\n<p>Wie eingangs erw\u00e4hnt, fand dieses \u201cMotto\u201d gegen D\u00fcsseldorf seinen traurigen H\u00f6hepunkt. Bei der Abreise wurde an den Treppen \u201cZum Betzenberg\u201d pl\u00f6tzlich eine Polizeikette zwischen FCK-Fans gezogen und auf Hinweise, dass damit Gruppen, Familien und Freundeskreise getrennt werden, nicht eingegangen und diese ignoriert. So schaukelte sich die Situation aufgrund der komplett fehlenden Kommunikation und dem aggressiven Auftreten seitens der Polizei schnell hoch, sodass die Beamten Pfefferspray gegen alle umstehenden Personen einsetzten. Dabei machten sie auch keinen Halt vor v\u00f6llig unbeteiligten Fans, unter denen sich auch Kinder, \u00e4ltere Menschen, Personen, die nur schlichten wollten, oder bereits orientierungslos am Boden liegende Personen befanden.<\/p>\n<p>Im Zuge dessen wurden viele der Anwesenden durch Reizgas verletzt, einige schwer. Im Nachgang verweigerte die Polizei nat\u00fcrlich weiterhin jegliche Kommunikation und auch ein Sanit\u00e4ter wurde erst nach 20 Minuten zu den Verletzten durchgelassen.<\/p>\n<p>Die gesamte Situation war in ihrer Entstehung seitens der Polizei massiv eskalativ und wirkte teils gewollt. Warum man pl\u00f6tzlich einen Keil zwischen abreisende Heimfans treiben muss, erschlie\u00dft sich uns bis heute nicht. Dass im Anschluss daran pl\u00f6tzlich behelmte Polizisten von der L\u00f6wenburg zu den Treppen in die Menschenmenge st\u00fcrmen, ist Ausdruck der Planlosigkeit und Un\u00fcberlegtheit der Polizei. In deren Bericht finden die vielen von der Polizei verletzten Fans nat\u00fcrlich keine Erw\u00e4hnung. Vielmehr wird von einem Angriff auf Polizeibeamte berichtet, um die Schuld g\u00e4nzlich auf die Fans schieben zu k\u00f6nnen und in eine Opferrolle zu schl\u00fcpfen. Es ist klar, dass sich auch einzelne FCK-Fans falsch verhalten haben, jedoch tr\u00e4gt die Polizei, ohne deren aggressives Auftreten diese Situation gar nicht erst entstanden w\u00e4re, an dieser Eskalation eine gro\u00dfe Mitschuld. Ebenso h\u00e4tten die Szenekundigen Beamten die Situation erkennen und im Keim ersticken k\u00f6nnen. Das setzt aber voraus, dass sie tats\u00e4chlich \u201ckundig\u201d w\u00e4ren und dar\u00fcber hinaus ein Interesse an einer Deeskalation h\u00e4tten. Die Stimmung unter den FCK-Fans war an diesem Tag friedlich und entspannt wie schon lange nicht mehr. Nach dem Spiel wurde die Mannschaft trotz Niederlage aufgrund der sorgenfreien Saison gefeiert und es lag zu keinem Zeitpunkt Aggression in der Luft \u2013 bis zu oben beschriebenen Moment.<\/p>\n<p>Diese Erlebnisse bringen uns zu dem Schluss, dass die Polizei in Kaiserslautern kein Interesse an einem guten Miteinander am Spieltag hat, sondern der Meinung ist, ihre \u201cKonzepte\u201d gegen jede Logik durchdr\u00fccken zu m\u00fcssen und sich das Feindbild Fu\u00dfballfan in deren K\u00f6pfen manifestiert hat. Dabei sind solche Zusammenst\u00f6\u00dfe einkalkuliert und dienen dazu, die selbst verursachten massiven Kosten rund um die Spieltage rechtfertigen zu k\u00f6nnen. Zudem ist dieses Vorgehen mit Blick auf die EM 2024 im eigenen Land auch eine gute M\u00f6glichkeit, die Einsatzkr\u00e4fte auf das Spektakel im n\u00e4chsten Jahr vorzubereiten. Ralf Klein als Einsatzleiter und das Polizeipr\u00e4sidium Westpfalz t\u00e4ten gut daran, ihre Denk- und Handlungsweise anzupassen und lieber funktionierende Einsatzkonzepte zu entwerfen, statt noch mehr Hundertschaften, Hubschrauber, Wasserwerfer und Drohnen anzufordern sowie aus jedem x-beliebigen Heimspiel ein sogenanntes \u201cRisikospiel\u201d zu kreieren.<\/p>\n<p>Fanb\u00fcndnis 1.FC Kaiserslautern<\/p>\n<p>Rot-Weisse Hilfe<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach einer sportlich gelungenen Saison und dem daraus resultierenden Klassenerhalt gastierte Fortuna D\u00fcsseldorf am Sonntag im Fritz-Walter-Stadion. Die Partie brachte keinerlei Brisanz mit sich, da weder sportliche Entscheidungen anstanden noch eine Feindschaft zwischen den beiden Fanlagern herrscht. 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