﻿{"id":2974,"date":"2014-10-15T11:12:04","date_gmt":"2014-10-15T10:12:04","guid":{"rendered":"http:\/\/generation-luzifer.de\/?p=2974"},"modified":"2014-10-18T17:59:10","modified_gmt":"2014-10-18T16:59:10","slug":"stellungnahme-von-%e2%80%9enein-zu-rb-kaiserslautern%e2%80%9c-zum-auswartsspiel-bei-rb-leipzig","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.generation-luzifer.de\/?p=2974","title":{"rendered":"Stellungnahme von \u201eNein zu RB &#8211; Kaiserslautern\u201c zum Ausw\u00e4rtsspiel bei RB Leipzig"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/generation-luzifer.de\/hp\/neinzurbheadder.jpg\" style=\"display: block;margin: 0px auto;\" alt=\"Nein zu RB!\" width=\"672\" height=\"150\" \/><\/p>\n<p>In wenigen Wochen ist es soweit. Unsere Mannschaft spielt in Leipzig gegen RB. Wir als organisierte Fanszene haben im Rahmen der von der Fanbetreuung des FCK organisierten Fanversammlung unsere Entscheidung, das Spiel in Leipzig nicht zu besuchen, kundgetan. Wir f\u00fchlen uns durch die Diskussion mit den \u00fcber zweihundert weiteren anwesenden FCK Fans mehr als best\u00e4tigt und freuen uns, dass fast alle einheitlich einem Boykott des Spiels in Leipzig positiv gegen\u00fcberstehen. Wir bedauern es nat\u00fcrlich, unsere junge, hungrige Mannschaft nicht in Leipzig anfeuern zu k\u00f6nnen, doch die Gr\u00fcnde, das Spiel nicht zu besuchen \u00fcberwiegen einfach zu stark.<\/p>\n<p>F\u00fcr uns ist mit dem Aufstieg RB Leipzigs eine Grenze \u00fcberschritten worden, die wir in vielerlei Hinsicht nicht mehr akzeptieren k\u00f6nnen. Angefangen hat alles im Jahre 2006. RedBull gr\u00fcndete \u2013 mit Genehmigung durch das Finanzamt und dem s\u00e4chsischen Fu\u00dfballverband &#8211; den Verein RasenBallsport Leipzig e.V., nachdem RedBull zuvor mit der \u00dcbernahme des FC Sachsen Leipzig durch die fehlende Zustimmung seitens des DFB (ein zu gro\u00dfer Einfluss des Investors wurde bef\u00fcrchtet) und durch Fanproteste gescheitert war. RedBull umging die Lizenzbestimmungen des DFB, die unterhalb der Regionalliga nicht mehr gelten, in dem sie einfach einen eigenen Verein gr\u00fcndeten. Das Finanzamt stufte die Bem\u00fchungen RedBulls als gemeinn\u00fctzig ein und der Vereinsgr\u00fcndung stand also nichts mehr im Weg, denn auch der S\u00e4chsische Fu\u00dfballverband (SFV) stimmte zu. Mit der \u00dcbernahme der Spielberechtigung des SSV Makranst\u00e4dt konnte RB Leipzig nun in der Oberliga starten. <\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Direkt im ersten Jahr schaffte RB den Aufstieg in die Regionalliga, die man nach zweimaligem Anlauf dann im Jahre 2013 in Richtung 3. Liga verlie\u00df. In der 3. Liga befand sich RB Leipzig dann genau ein Jahr. Seit dieser Saison spielt man nun in der 2. Bundesliga und sp\u00e4testens jetzt sollte vielen Fans und Vereinen die unfaire Konkurrenz durch RB Leipzig bewusst geworden sein. Nur durch ein aggressives Abwerben junger Talente anderer Vereine durch Geh\u00e4lter, die v\u00f6llig unverh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig und von anderen Vereinen nicht mal ann\u00e4hernd bezahlbar gewesen w\u00e4ren, sowie durch konkurrenzlose Transferausgaben wurde dieser Durchmarsch durch die Ligen erm\u00f6glicht. Und damit nicht genug. Auch in der 2. Liga scheint RB nicht lange verweilen zu wollen. Mit Transferausgaben im zweistelligen Millionenbereich (das ist die H\u00e4lfte aller Transfers der 2.Liga insgesamt) soll der Durchmarsch in Richtung erster Liga weiter forciert werden. Ein Blick auf die Tabelle verr\u00e4t schon jetzt, dass dieses Vorhaben durchaus gelingen kann. Neben dieser krassen Wettbewerbsverzerrung, sorgen aber auch die T\u00e4tigkeiten RB\u2018s auf dem Transfermarkt f\u00fcr reichlich Sorge. Der Fall Sabitzer steht stellvertretend daf\u00fcr, wie sich die RedBull-Teams (RedBull Salzburg, RB Leipzig, RedBull New York, RedBull Brasil etc.)in Zukunft Spieler hin- und herschieben werden. Abl\u00f6semodalit\u00e4ten oder Ausstiegsklauseln sind dabei ein Fremdwort. Hier wird deutlich, dass RedBull kein Interesse an einem fairen und unter \u201eungeschriebenen\u201c Gesetzen stattfindenden Wettbewerb hat. Das was den Fu\u00dfball trotz heutiger Dimension im Kern immer noch ausmacht, Fairness und Wettkampf, tritt RedBull mit F\u00fc\u00dfen.<\/p>\n<p>Aber auch hinsichtlich der Vereinspolitik, ist RB mehr als kritisch zu betrachten und unterscheidet sich von Werksclubs wie Leverkusen und Wolfsburg. Dort steht der Verein und eine gewachsene Mitgliederstruktur im Vordergrund und nicht eine Marke bzw. ein Produkt, wie bei RedBull. Auch die TSG Hoffenheim ist nicht mit RB Leipzig zu vergleichen. Auf den ersten Blick \u00e4hneln sich beide Projekte. Doch es gibt kleine aber feine Unterschiede, gerade in der Positionierung des Geldgebers Hopp und seines Unternehmens SAP, das eine zur\u00fcckhaltendere und weniger marketingwirksame Rolle einnimmt, wie RedBull bei Leipzig. Dennoch sind Vereine wie Hoffenheim weiterhin kritisch zu beurteilen und nicht zu akzeptieren. Doch mit RB Leipzig ist ein wesentlich nachahmungsw\u00fcrdigeres Projekt entstanden, das den Fu\u00dfball in einem weitaus gr\u00f6\u00dferen und problematischeren Ma\u00df ver\u00e4ndern wird.<\/p>\n<p>Zur\u00fcck zu RB: Das Lizenzierungsverfahren f\u00fcr die 2.Liga war ein Witz. Bem\u00e4ngelte Punkte seitens der DFL wie Mitgliederstruktur oder Logo wurden zwar ge\u00e4ndert, aber h\u00e4tten niemals akzeptiert werden d\u00fcrfen. Das Wappen enth\u00e4lt immer noch Teile des RedBull-Logos (Bullen) \u2013 und das d\u00fcrfte es nach DFB-Richtlinien nicht! An der Vereinsstruktur hat sich auch nichts ge\u00e4ndert. Stimmberechtigtes Mitglied kann man immer noch nicht werden \u2013 nur eine sogenannte F\u00f6rdermitgliedschaft ist m\u00f6glich, die in Bronze (100\u20ac), Silber (500\u20ac) und Gold (1000\u20ac) erh\u00e4ltlich ist. Die bei so ziemlich jedem anderen Verein f\u00fcr Mitglieder standardm\u00e4\u00dfig vorhandene M\u00f6glichkeit eines Vorkaufsrechts auf Spiele, gibt es bei RB Leipzig erst ab einer Silber-Mitgliedschaft \u2013 und auch nur auf Top-Spiele. Neben dieser Absurdit\u00e4t ist festzustellen, dass in den F\u00fchrungsgremien zwar auf den ersten Blick unabh\u00e4ngigere Personen sitzen, diese aber tats\u00e4chlich eher aus dem Umfeld des RedBull-Imperiums kommen &#8211; und das ist einkalkuliert. Es w\u00e4re schlichtweg unvorstellbar, dass die Pl\u00e4ne von Sportdirektor Ralf Rangnick und RedBull-Chef Dietrich Mateschitz nicht durch den Vorstand sowie Aufsichtsrat abgenickt werden w\u00fcrden. Die Alleinherrschermentalit\u00e4t dieser Personen d\u00fcrfte jedem mittlerweile umfassend bekannt sein. Es ist deutlich erkennbar, dass sich RB Leipzig damit nicht ann\u00e4hernd im Sinne des Vereinsrechts bzw. im kolportieren Rahmen vereins\u00fcblicher Bestimmungen bewegt.<\/p>\n<p>F\u00fcr uns ist es ebenfalls nicht hinnehmbar, wie RB Leipzig mit Fankultur und Fanbelangen umgeht. Die j\u00fcngsten Ereignisse rund um die Fanproteste von Aue im Leipziger Zentralstadion (sog. RedBull-Arena) offenbaren wie sich Rangnick und Co. Fankultur vorstellen. Auer Fans wurden gezwungen ihre T-Shirts (Gegen RB) &#8211; die sich zwar kritisch, aber in einem gesunden und vor allem demokratischen Rahmen im Sinne der Meinungsfreiheit, mit RB auseinandersetzten \u2013 auszuziehen. Rangnick untermauerte diese Art von Zensur kurze Zeit sp\u00e4ter noch durch Aussagen in Richtung der Traditionsvereine, in denen er diese f\u00fcr ihre Fanszene bemitleide.<\/p>\n<p>Redbull hat sich im Fu\u00dfball niedergelassen um sein Produkt dort pr\u00e4sentieren zu k\u00f6nnen und um es einem Imagewandel zu unterziehen, mit dem Ziel weitere Kunden bzw. Zielgruppen zu erreichen. Daher w\u00fcnscht sich RedBull den Fu\u00dfball und all seine Facetten f\u00fcr seine Werbezwecke \u2013 und allein daf\u00fcr \u2013 aber demokratisch, bunt und fair darf er dabei auf keinen Fall sein. Dies wird mit uns nicht zu machen sein! Das obige Beispiel von Aue zeigt, dass Protest im Zentralstadion in Leipzig nicht gew\u00fcnscht ist und mit allen Mitteln verhindert wird. Allein deswegen ist f\u00fcr uns ein Boykott die einzige Wahl. Wir werden nicht nach Leipzig fahren und gute Miene zum b\u00f6sen Spiel machen &#8211; noch dazu an einem Montagabend live im Free-TV. Das ist genau die Plattform die sich dieser Marketingkonzern w\u00fcnscht: lebendige aber kontrollierte Fankultur pr\u00e4sentiert und veranstaltet von Redbull. Nur ein Boykott kann diesem (Werbe-)Event \u2013 und nichts anderes ist es \u2013 die Grundlage entziehen und es ad absurdum machen! Ein leerer G\u00e4steblock in Leipzig verdeutlicht jedes Mal, dass Fan- und Fu\u00dfballkultur nicht f\u00fcr RedBull zu haben sind. Bisher hat sich dieser Marketingkonzern ausschlie\u00dflich in Sportarten niedergelassen, die keine kritische und so stark entwickelte Fankultur wie wir im Fu\u00dfball haben. Und das ist unser Trumpf! RedBull wird sich auf Dauer \u00fcberlegen m\u00fcssen, ob es Sinn machen kann, Marketing in einem Feld zu betreiben, wo sie nicht akzeptiert sind.<\/p>\n<p>Wir rufen daher alle Fans des FCK dazu auf, sich uns anzuschlie\u00dfen und das Spiel in Leipzig zu boykottieren. Sollte dies f\u00fcr einige Fans keine Alternative darstellen, w\u00fcrden wir uns zumindest w\u00fcnschen, wenn der G\u00e4steblock dennoch leer bleibt und andere Bereiche im Stadion besetzt werden. Allen die sich uns anschlie\u00dfen und g\u00e4nzlich zu Hause bleiben, bieten wir ein Alternativprogramm an. Weitere Infos dazu folgen in K\u00fcrze. In den n\u00e4chsten Tagen wollen wir au\u00dferdem die Mannschaft von unserem Entschluss in Kenntnis setzen.<\/p>\n<p>Dar\u00fcber hinaus freuen wir uns, wenn FCK-Fanclubs die Kampagne \u201eNein zu RB! F\u00fcr euch nur Marketing \u2013 F\u00fcr uns Lebenssinn!\u201c unterst\u00fctzen. Schickt uns dazu eine Mail an kaiserslautern@nein-zu-rb.de<\/p>\n<p><em>Nein zu RedBull! F\u00fcr euch nur Marketing \u2013 F\u00fcr uns Lebenssinn!<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In wenigen Wochen ist es soweit. Unsere Mannschaft spielt in Leipzig gegen RB. Wir als organisierte Fanszene haben im Rahmen der von der Fanbetreuung des FCK organisierten Fanversammlung unsere Entscheidung, das Spiel in Leipzig nicht zu besuchen, kundgetan. Wir f\u00fchlen&#8230;<br \/><a class=\"read-more-button\" href=\"https:\/\/www.generation-luzifer.de\/?p=2974\">Mehr Lesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[8],"tags":[],"class_list":["post-2974","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-stellungnahmen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.generation-luzifer.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2974","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.generation-luzifer.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.generation-luzifer.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.generation-luzifer.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.generation-luzifer.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=2974"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/www.generation-luzifer.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2974\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2985,"href":"https:\/\/www.generation-luzifer.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2974\/revisions\/2985"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.generation-luzifer.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=2974"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.generation-luzifer.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=2974"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.generation-luzifer.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=2974"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}